Farben des Senegal: Kulturfest in Bamberg 2026

12. bis 14.06.2026 in der KUFA Bamberg

Drei Tage. Tausend Farben. Ein Gefühl von Willkommen.

Vom 12. bis 14. Juni 2026 verwandelt sich die Kulturfabrik Bamberg in einen lebendigen Ort der Begegnung

Die „Die Farben des Senegal“ laden zu einem Wochenende voller Inspiration und kultureller Vielfalt ein.

Besucherinnen und Besucher erwartet ein facettenreiches Programm mit Live-Musik & Trommeln, Tanz & Modenschau, Kurzfilmen, Fotoausstellung & senegalesischem Basar, Geschichten & Märchen, Kinderaktionen & Büchertisch sowie Shopping & senegalesischer Küche.

Die Veranstaltung versteht sich als Fest der Begegnung – offen für alle Generationen und Kulturen. Im Mittelpunkt steht „Teranga“, die senegalesische Lebensphilosophie der Herzlichkeit, Gastfreundschaft und des Willkommenseins.

Die senegalesische Community möchte sich mit diesen Kulturtagen aktiv in das kulturelle Leben Bambergs einbringen, ihre Kultur sichtbar machen und den Dialog fördern. Getragen wird das Wochenende von engagierten Ehrenamtlichen, die mit viel Herzblut interkulturelle Begegnungen ermöglichen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Veranstalter: Die Bildungsanstifter e.V. – gemeinnütziger Verein mit aktuellem Schwerpunkt im Senegal.

Kids welcome: Der Garten und das Kreativatelier stehen zur Verfügung.

EINTRITT FREI! – SPENDEN WILLKOMMEN!

Im Mittelpunkt steht Teranga – die senegalesische Lebensphilosophie der Herzlichkeit und offenen Begegnung.

Unser Programm:

Bilderausstellung: Die Farben des Senegal

Farbenfrohe Tücher, prächtige Häuser der Kolonialzeit, traditionelle Gewänder: In den Straßen des Senegal geht es bunt zu. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der senegalesischen Gesellschaft wider – der Alltag der Menschen ist reich an Volksgruppen, Sprachen, Traditionen und Lebensweisen.

Die Ausstellung ‚Farben des Senegal‘ möchte diese Vielfalt des senegalesischen Lebens in und rund um die Bamberger Partnerdiözese Thiès einfangen.

Die Fotograf:innen Dr. Ulrike Roppelt und Dr. Hendrik Bachmann zeichnen mit ihren Fotografien ein vielschichtiges Mosaik des Alltags von Menschen im Senegal. Damit möchten sie die zahlreichen Begegnungen und Erfahrungen zu Bildgeschichten verdichtet für die Besucher:innen der Ausstellung erlebbar machen.

Das fotografische Kaleidoskop richtet unsere Aufmerksamkeit auf vermeintlich Selbstverständliches oder bislang Fremdes und lässt abstrakte Zusammenhänge konkret fassbar und nachvollziehbar werden: die Spannung zwischen Stammestradition und Moderne, das Miteinander der Religionen, die Rolle der Frau in der Gesellschaft, Fluchtgeschichten und die Herausforderungen in Bezug auf Bildung, Natur und Umwelt.

Die Fotografien zeigen sowohl die Schönheit als auch die Verletzlichkeit des Senegal, wollen begeistern und zum Nachdenken anregen, die reichhaltigen Ressourcen, aber auch die Widersprüche des Lebens im Senegal aufgreifen.

Bilderausstellung: Bilder meines Lebens

Bilder meines Lebens erzählen Geschichten – Ein Fotoprojekt zum 10-jährigen Jubiläum der Bistumspartnerschaft Bamberg und Thiès in Senegal

(von Dr. Ulrike Roppelt und Michaela Schwarzmann)

Die Idee

Interkulturelle Partnerschaft lebt davon, sich zu begegnen, sich kennen zu lernen und sich Geschichten über das Leben zu erzählen. Bilder können dabei helfen. So entstand zwischen dem Schulreferat des Erzbistums (Gabriele Marsch) und der Caritas-Fachakademie (Dr. Ulrike Roppelt & Michaela Schwarzmann) die Idee, ein gemeinsames Fotoprojekt von Kindern und Jugendlichen aus Bamberg und Thiès zu initiieren.

Das Ziel

Ziel dieses interkulturellen Fotoprojektes war es, den Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen aus beiden Ländern in Fotografie umzusetzen. So sollte es möglich werden, in fränkisch-senegalesische Lebenswelten einzutauchen.

Das Thema

Gefragt waren Fotos, in denen Gefühle und Gedanken zum Alltagsleben zum Ausdruck kommen: Lieblingsorte, Freunde, Familienszenen, Alltagsbilder, Bilder von politischen Ereignissen, Bilder voller Action oder über Langeweile

Pape Kora

Pape wurde 1994 geboren und
im Alter von 5 Jahren in die Kora
eingeführt. Er repräsentiert die 72.
Generation einer der ältesten Familien
von Griots (Erwecker des Gewissens,
Berater von Königen und Hüter
der Kultur der mündlichen
Überlieferung).

Pape präsentiert ein unverwechselbares Repertoire an Afro-Jazz-Liedern. Seine Musik ist eine Fusion verschiedener Stile, mal explosiv, mal intim, die afrikanische Tradition mit Jazz und Blues verbindet – alles in einem persönlichen Stil, der von der Musik der Mandinka Westafrikas und Weltmusik beeinflusst ist.

Diese universelle Musik und ihre mitreißende Energie werden von Papes warmer Stimme und der atemberaubenden Virtuosität seines Kora-Spiels getragen. Sein umfangreiches Repertoire umfasst auch eigene Lieder in Wolof.

Senegal Deep Insight

Ein Stadtviertel in der Metropole Dakar wird zum Ziel einer Reise in die gleichsam harte und herzliche Lebenswirklichkeit am Rande der westafrikanischen Gesellschaft.  Die beiden Filmemacher bekommen einen intimen Zugang zu den Talibe, Kindern in einem ausbeuterischen Internatssystem, zu den Müllarbeitern der riesigen Deponie in direkter Nachbarschaft und lernen Familien in ihrem Zuhause kennen.

Dem gegenüber steht die farben- und lebensfrohe, auskömmliche Welt der Mittelschicht, in der Familienfeste üppig gefeiert werden.

Der Weg endet in der grünen Üppigkeit der Mangroven. Im Kontrast zu Dakar erscheinen sie wie Auszug aus dem Reisekatalog für reiche Touristen aus dem globalen Norden.

Body&Soul

Werner Silzer, Percussionist

Ausbildung an der „Latin-Percussion-School“ in München

Studienaufenthalte in Senegal & Guinea.
Mitglied der legendären Bamberger Band „Schweinsohrselection“

Vereins-Vorstand von Body & Soul e.V.

Verein zur Förderung künstlerischen Ausdruckstanzes und musischer Bildung in Bamberg

Das Unterrichtsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene reicht von Modern, Jazztanz und aktuellem Hip Hop a la MTV, bis hin zu den „Wurzeln“, zu Afrikanischem Tanz, Drums und Percussion. Das passt zu den Kulturtagen von Die Farben des Senegal! Am Samstag darf jeder mitmachen, wenn die Truppe vor der KUFA die Trommelfelle in Resonanz bringen.

Westafrika auf dem Laufsteg

Eine Modenschau voller Farben, Formen und Geschichten.

Erlebt die faszinierende Vielfalt traditioneller und moderner westafrikanischer Modekunst: kunstvolle Stoffe, lebendige Muster und kreative Designs, die kulturelles Erbe und zeitgenössischen Stil verbinden.

Ein Fest für die Sinne – inspirierend, ausdrucksstark und voller Eleganz.

Kurzfilme: Not a single story

Am Sonntag zeigen die Veranstalter ausgewählte Kurzfilme mit Bezug zu Senegal und Westafrika

The Danger of a single story

Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie hat mehrere Bestseller (z. B. „Americanah“, „Blauer Hibiskus“) geschrieben, für die sie auch international vielfach ausgezeichnet wurde. Sie lebt inzwischen neben Nigeria auch in den USA. Frau Adichie setzt sich mit den Gefahren einseitiger Geschichten und Darstellungsweisen auseinander. Sie erläutert, wie Stereotype und Klischees entstehen – nämlich durch eine einseitige Perspektive auf nur eine von vielen möglichen Geschichten über Personen, Gruppen oder Orte. Sie sagt, dass das Bild von Afrika in den westlichen Industriestaaten verzerrt ist und fast nur negative Seiten zeigt. In ihrem Vortrag verknüpft sie eigene Erfahrungen mit Fragen weltweiter Machtverhältnisse zwischen Menschen und Staaten.

Karamba

Karamba Diaby ist ein deutscher Politiker. Er war von 2013 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort war er Teil des linken Flügels der SPD-Bundestagsfraktion. Er ist promovierter Chemiker und Geoökologe. Unser Vereinsmitglied Pascal Diouf führte ein exklusives Interview mit ihm und befragt ihn zu seinem Leben in Deutschland und seine Wurzeln im Senegal.

Dolapo is Fine

Dolapo studiert in einem britischen Internat und hofft auf eine Karriere im Finanzsektor. Ihre Beraterin beäugt jedoch Dolapos Afrofrisur kritisch und meint, dass sie für die „City“ unpassend ist. Anpassung steht an erster Stelle

Wege der Kinder im Senegal

Der Film porträtiert den oft harten Alltag von Kindern, wie Aicha und Ousmane, im Dorf Ndondol. Er zeigt ihren Weg zwischen Schule, Holzsammeln, Wasserholen am Brunnen und Spielen. Die Kinder berichten selbst von ihren Aufgaben und ihrem Leben in der Sahelzone.