Schule am Martinsberg engagiert sich für Zahrat El Hayat

Naila – Die Schule am Martinsberg unterstützt eine tunesische Einrichtung für Behinderte. Am 15. Januar findet dazu eine weitere Vorstellung der Dokumentation ‚Der Himmel ist unser Zelt‘ in den Räumen der Schule statt.

Im letzten Jahr sammelte das Kollegium der Schule am Martinsberg Dinge für die körperlich und geistig behinderten Kinder an der Schule Zahrat el Hayat in El Farouar: Orthesen, Rollstühle, Krücken, Spiele, Bälle,…

Die Schule am Martinsberg fühlt sich dem Projekt Zahrat El Hayat verbunden und hat dafür auch kürzlich wieder einiges auf die Beine gestellt:

Die Aktion „Pausenfrühstück“  fand am 13. Dezember 2019 zur 1. Pause statt. Organisiert wurde das Ganze nicht nur von engagierten Lehrerkollginnen, sondern auch durch die Schülermitvertretung und die Klasse L9.   Der Reinerlös ging an die Bildungsanstifter. – Unser herzliches Dankeschön!

HIer geht es zur Schule am Martinsberg:
https://www.schule-am-martinsberg.de/schulleben/#c454

Die Eintrittsgelder für die Filmvorführung gehen zu 100 Prozent an die Bildungsanstifter e.V., jeder Interessierte ist hierzu herzlich eingeladen:

Mittwoch, 15. Januar 2020  – Einlass 17.00 Uhr – Aula der Schule am Martinsberg – Gartenstraße 25, 95119 Naila

Geschafft – die 1. Etappe!

Zuwendungsbescheid der bayerischen Staatskanzlei für unseren Bus für El Farouar

Mehrere Monate Projektarbeit, Netzwerken und Anträge Schreiben haben nun endlich zum Erfolg geführt: Die Bayerische Staatskanzlei unterstützt unser Projekt ‚Ein Bus für El Faouar‘ mit 50% der Investitionssumme. Wir sind unserem Ziel ein großes Stück näher gekommen und danken nochmals allen, die sich für unseren Projektantrag eingesetzt haben, ganz besonders auch Herrn Dr. Fonari vom Eine-Welt-Netzwerk Bayern e.V., der uns viele wertvolle Tipps gegeben hat.

Für unseren Verein bedeutet das Freude aber auch ein wesentlich höheres Maß an Verantwortung. Weder möchten wir unsere Mitglieder noch den Steuerzahler enttäuschen. Mehr Arbeit wird also folgen. Und wir werden fleißig berichten …

Die Bildungsanstifter wünschen allen, die sich mit uns freuen, ein gesegnetes Weihnachtsfest und viele spannende Ziele in 2020.

Eine Nachricht von Direktor Moussa

Es gibt Neuigkeiten von unserem Projekt ‚Ein Platz für Bildung‘ im Senegal. Direktor Moussa schreibt den Bildungsanstiftern:

Ce matin nous avons fait une reunion avec l’entrepreneur et tout les colleges a l‘ecole. Ensemble nous avons decidé de reparer la classe des tout petits avec la premiere calculation. Pour les autres classes, c’est apres avoir fait la classe des tout petits. Pour cette classe des tout petits les collegues veulent renover tout: la toiture, les murs, le sol les portes, les fenetres et le tableau. Nous vous remercions beaucoup pour cette premiere somme importante d’argent que vous nous avez envoyée aujourdhui. Nous en sommes très contents!!
Nous vous enverrons beaucoup d’informations et de photos des travaux de renovation de la classe des tout petits, inchaa ALLAH.
Nous sommes très contents aussi pour cette belle publicite‘ que vous faites pour notre projet de renovation de nos classes de l’e’cole de Keur Dieumb.
Merci mille fois, Salam a tous de Bamberg

Heute Morgen hatten wir ein Treffen mit dem Bauunternehmer und allen Kolleg*innen der Dorfschule. Gemeinsam haben wir entschieden, mit der ersten Geldrate die Klassenräume der ganz kleinen Vorschulkinder zu finanzieren. Die Sanierung der anderen Klassen kommt anschließend dran. Der Raum der Vorschulklasse muss komplett saniert werden: das Dach, die Wände, die Türen, die Fenster und die Tische.
Wir danken den Bildungsanstiftern sehr für diese erste wichtige Geldsumme, die ihr uns heute überwiesen habt. Wir freuen uns alle sehr! Wir werden immer wieder Informationen und Fotos von den Renovierungsarbeiten schicken. So Gott will!
Wir freuen uns auch über diesen schönen Werbeflyer, den ihr für unser Projekt ‚Ein Platz für Bildung‘ und für unsere Schule ‚Keur Dieumb‘ entworfen habt.

1000-mal vielen Dank! Salam (Friede sei mit euch)!

Bildungsoasen für eine bessere Zukunft

Eine Vorschulgruppe für Keur Djeumb im Senegal

Willst du für ein Jahr vorausplanen, so baue Reis. Willst du für ein Jahrzehnt vorausplanen, so pflanze Bäume. Willst du für ein Jahrhundert planen, so bilde Menschen.

Tschuang-Tse

Ein Garten der Bildung im Senegal

Senegal ist ein demokratisch regierter Staat an der westafrikanischen Küste. Das Land ist etwa halb so groß wie Deutschland und erstreckt sich von der Sahara im Norden bis an den tropischen Regenwald im Süden. 40% des Staatshaushaltes werden im Senegal offiziell für Bildung ausgegeben. Doch schon wenige Kilometer abseits der großen Städte nahe dem Atlantik sind die kleinen Kommunen bei der Erhaltung ihrer schulischen Infrastruktur sehr auf sich allein gestellt. Der Bildungssektor muss sich vielen Herausforderungen stellen.

Die Dorfschule Keur Dieumb nahe der Provinzstadt Thiès betreut 240 Schulkinder. Die Mädchen und Jungen nehmen den mitunter weiten Schulweg gerne auf sich und gehören zu den rund 68 Prozent der Kinder, die im Senegal beschult werden. Es gibt zwar eine offizielle Schulpflicht, die mit sechs Jahren beginnt. Da der Staat jedoch nicht kontrolliert, ob Familien dieser Pflicht nachkommen, liegt die Quote der Analphabeten entsprechend hoch (etwa 40%).

In den ländlichen Regionen des Senegal sind Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder unter sechs Jahren so gut wie nicht vorhanden. So bleibt gute Frühpädagogik das Privileg weniger Familien in den großen Städten, die sich die privaten Einrichtungen leisten können. Erst ab dem Schulalter sind Unterricht und Betreuung vorgesehen und werden vom Staat kostenlos angeboten.

Direktor Moussa Thiandoum berichtet stolz von den Schulkindern, die sich täglich darauf freuen, neue Erfahrungen zu machen und den Unterrichtsstoff lernbegierig aufsaugen. ‚Unser großer Traum ist, für die umliegenden Dörfer auch Bildungsmöglichkeiten für Kinder unter sechs Jahren zu schaffen‘, erläutert er beim Rundgang auf dem Gelände. ‚Mit einer Vorschule könnten wir auch schon die Kleinsten erreichen. Nach unseren Erfahrungen ist es sehr wichtig, ihnen bereits gute Bildungs- und Betreuungsangebote zu machen und die Familien mit ihren Fragen zur gesunden Entwicklung von Kindern zu beraten. Auf diese Weise möchten wir den Jungen und Mädchen einen guten Start ins Leben und Lernen ermöglichen.‘ Die Lehrkräfte der Dorfschule sind fest entschlossen, sich diesem Projekt zu stellen und suchen nach finanzieller und konzeptioneller Unterstützung für die Erweiterung der Schule durch eine Vorschulgruppe. Das stark renovierungsbedürftige Schulgebäude macht das Lehrerkollegium mit seinem großen Engagement wieder wett und verweist stolz auf die Dinge, die funktionieren: der etwa 20 Meter tiefe Brunnen, der gutes Wasser fördert und der geschützte Innenhof, der zum Spielen in den Pausen einlädt.

‚Eine besondere Herausforderung ist die Sprache‘, erklärt uns eine junge Lehrerin. ‚Im Senegal ist die Unterrichtssprache Französisch, eine Sprache, die ein Großteil unserer Kinder nicht beherrscht. Unsere Schulkinder gehören vielen verschiedenen Stämmen an, den Wolof und Diola, Serer, Fulbe und Mandingo. Beim Eintritt in die Schule ist Französisch als Unterrichtssprache für viele Kinder zunächst schwierig. Dadurch verlieren sie kostbare Lernzeit. Könnten sie eine Vorschulgruppe besuchen, wäre der Übergang für diese Kinder viel einfacher.‘

Direktor Moussa und sein Kollegium der Dorfschule Keur Djeumb sind überzeugt, dass eine Vorschule die Bildungschancen vieler Kinder aus der ländlichen Region um Thiès verbessern würde. Deshalb plant die kommunale Schule, mithilfe der Bildungsanstifter e.V. eine Vorschulklasse für die Kinder aus dem Einzugsgebiet (7 Dörfer) einzurichten.

Gründe, wieso in Keur Djeumb eine Vorschulklasse entstehen sollte:

  • Entwicklung grundlegender Fähigkeiten: In der Vorschule soll die altersgemäße Entwicklung des Kindes in allen Bereichen gefördert werden. Sie ist auch für das spätere Lernverhalten in der Schule und die Konzentrationsfähigkeit sehr wichtig.
  • Persönlichkeitsentwicklung fördern: Jedes Kind hat unterschiedliche Begabungen und Fähigkeiten – zudem können sich Herkunft, Kultur (Stammeszugehörigkeit), Religion und Stammessprache unterscheiden. Diese Unterschiede setzen wichtige Impulse für das Lernen. In der Vorschule kann sich das Kind an die neue Gruppe gewöhnen, sich integrieren und Verantwortung übernehmen – und gewinnt dadurch an Selbstvertrauen. Diese Ergänzung zum bisher bekannten Familienleben ist wichtig für die emotionale und intellektuelle Entwicklung eines Kindes.
  • Transitionen erleichtern: Die Unterrichtssprache im Senegal ist Französisch, eine Sprache, die vom Großteil der Kinder nicht beherrscht wird, was naturgemäß große Verzögerungen und Verluste im Lernprozess bedeutet. Da viele Kinder in den Familien ihre Stammessprache lernen, dient die Vorschule mit gezielten Sprachanreizen in Französisch auch zur Vorbereitung auf einen guten Übergang in die erste Klasse.
  • Besonderheiten und Bedürfnisse erkennen: In der Vorschule fallen Besonderheiten oder auch Defizite in der altersgemäßen Entwicklung oft zum ersten Mal auf. So kann– wenn nötig – frühzeitig gefördert werden, damit das Kind für einen guten Schulstart gerüstet ist.

Raum für private Initiativen

Der Aufbau einer Kindergartengruppe für eine kleine Schule im Senegal, ein solches Projekt hat einen Umfang und finanziellen Aufwand, der auch im Rahmen eines kleinen Vereins zu stemmen ist.

Dr. Hendrik Bachmann und Dr. Ulrike Roppelt von den Bildungsanstiftern e.V. haben bei ihrem Besuch im Oktober 2018 den Verantwortlichen der Dorfschule versprochen, ihr Anliegen nach Deutschland zu tragen.

Die beiden haben sich bereits an Schul-Projekten in Afghanistan, von tunesischen Wüstenbeduinen und beim Projekt ‚Mörtel und Steine‘ im Senegal beteiligt.

10.000 €uro für eine kleine Bildungsoase

In diesem Raum soll die neue Vorschulgruppe entstehen

Das Projekt umfasst die Renovierung und kindgerechte Einrichtung eines geeigneten Raumes auf dem Schulgelände sowie die konzeptionelle Begleitung des pädagogischen Personals. Die Kalkulation beläuft sich auf etwa 7 000 Euro und wurde bereits eingehend geprüft. Die finanzielle Abwicklung (Geldtransfer) der Kosten wird freundlicherweise die Direktion der Finanzabteilung unserer Partner-Diözese (Thiès) übernehmen. Die Einweihung der Vorschulgruppe ist im Frühjahr 2020 geplant. Bis dahin gilt es, den erforderlichen Geldbetrag zusammen zu tragen.

Natürlich kann die Unterstützung vor Ort nur geleistet werden, wenn es zuhause in Deutschland auch Menschen gibt, welchen die guten Bildungschancen der senegalesischen Kinder am Herzen liegen. Die Spendengelder der Bildungsanstifter e.V. werden in das Kindergarten-Projekt fließen und damit eine Brücke schlagen zwischen Bamberg und der Dorfschule Keur Dieumb.

Es würde uns freuen, wenn sich viele Gleichgesinnte anschließen, die sich für eine bessere Zukunft der Kinder engagieren. Mit unserer Investition tragen wir alle ganz wesentlich dazu bei, der Bildung und Zukunft der Menschen im Senegal eine reelle Chance zu geben – und sei es zunächst auch nur als ‚Tropfen auf den heißen Stein‘. Er wird seine Wirkung entfalten.

Volles Haus im Lichtspiel-Kino

Am 20.10. veranstalteten die Bildungsanstifter e.V. eine Kinomatinee mit einem Dokumentarfilm über Nomaden in Tunesien.

‚Der Himmel ist unser Zelt‘ dokumentiert das Leben ehemaliger Beduinen im Spannungsfeld zwischen Nomadentum und Sesshaftigkeit. Beduinen erzählen aus ihrem Leben, dem Aufwachsen in der Wüste, der Gründung ihrer Familie und begleiten dabei das Filmteam auf einer ausgedehnten Kamelkarawane. Schließlich begegnen die Filmemacher einer Familie, die auch heute noch tief in der Sahara zwischen Brunnen hin und her wandernd so archaisch lebt, wie vor 1000 Jahren.

Die Einnahmen der Kinomatinee kommen dem Projekt ‚Ein Bus für El Faouar‘ des Vereins zu Gute.

125 Zuschauer kamen und das Kino war restlos ausverkauft, einige Gäste mussten sich sogar auf dem Boden niederlassen.

Die Resonanz war sehr groß und positiv. Trotz der Länge des Filmes (75 Minuten) und der oftmals fremdsprachig untertitelten Gespräche zog sich ein Spannungsbogen durch die ganze Erzählung, die die Herzen vieler Zuschauer berührte.

Anschließend standen die Kinobesucher noch beisammen und ließen die Erlebnisse mit den Sternenzeltnomaden im Gespräch nachklingen. Viele Karten mit Fotomotiven aus der Sahara und Bücher der auch als Fotografen aktiven Veranstalter konnten verkauft werden. Auch dieser Erlös kommt dem Verein zu Gute.

Aufgrund der großen Resonanz ist eine weitere Matinee im Lichtspielkino (Dezember 2019) geplant.

Bildungsoasen für eine bessere Zukunft

Eine Vorschulgruppe für Keur Djeumb im Senegal

Willst du für ein Jahr vorausplanen, so baue Reis. Willst du für ein Jahrzehnt vorausplanen, so pflanze Bäume. Willst du für ein Jahrhundert planen, so bilde Menschen.

Tschuang-Tse

Ein Garten der Bildung im Senegal

Senegal ist ein demokratisch regierter Staat an der westafrikanischen Küste. Das Land ist etwa halb so groß wie Deutschland und erstreckt sich von der Sahara im Norden bis an den tropischen Regenwald im Süden. 40% des Staatshaushaltes werden im Senegal offiziell für Bildung ausgegeben. Doch schon wenige Kilometer abseits der großen Städte nahe dem Atlantik sind die kleinen Kommunen bei der Erhaltung ihrer schulischen Infrastruktur sehr auf sich allein gestellt. Der Bildungssektor muss sich vielen Herausforderungen stellen.

Die Dorfschule Keur Dieumb nahe der Provinzstadt Thiès betreut 240 Schulkinder. Die Mädchen und Jungen nehmen den mitunter weiten Schulweg gerne auf sich und gehören zu den rund 68 Prozent der Kinder, die im Senegal beschult werden. Es gibt zwar eine offizielle Schulpflicht, die mit sechs Jahren beginnt. Da der Staat jedoch nicht kontrolliert, ob Familien dieser Pflicht nachkommen, liegt die Quote der Analphabeten entsprechend hoch (etwa 40%).

In den ländlichen Regionen des Senegal sind Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder unter sechs Jahren so gut wie nicht vorhanden. So bleibt gute Frühpädagogik das Privileg weniger Familien in den großen Städten, die sich die privaten Einrichtungen leisten können. Erst ab dem Schulalter sind Unterricht und Betreuung vorgesehen und werden vom Staat kostenlos angeboten.

Direktor Moussa Thiandoum berichtet stolz von den Schulkindern, die sich täglich darauf freuen, neue Erfahrungen zu machen und den Unterrichtsstoff lernbegierig aufsaugen. ‚Unser großer Traum ist, für die umliegenden Dörfer auch Bildungsmöglichkeiten für Kinder unter sechs Jahren zu schaffen‘, erläutert er beim Rundgang auf dem Gelände. ‚Mit einer Vorschule könnten wir auch schon die Kleinsten erreichen. Nach unseren Erfahrungen ist es sehr wichtig, ihnen bereits gute Bildungs- und Betreuungsangebote zu machen und die Familien mit ihren Fragen zur gesunden Entwicklung von Kindern zu beraten. Auf diese Weise möchten wir den Jungen und Mädchen einen guten Start ins Leben und Lernen ermöglichen.‘ Die Lehrkräfte der Dorfschule sind fest entschlossen, sich diesem Projekt zu stellen und suchen nach finanzieller und konzeptioneller Unterstützung für die Erweiterung der Schule durch eine Vorschulgruppe. Das stark renovierungsbedürftige Schulgebäude macht das Lehrerkollegium mit seinem großen Engagement wieder wett und verweist stolz auf die Dinge, die funktionieren: der etwa 20 Meter tiefe Brunnen, der gutes Wasser fördert und der geschützte Innenhof, der zum Spielen in den Pausen einlädt.

‚Eine besondere Herausforderung ist die Sprache‘, erklärt uns eine junge Lehrerin. ‚Im Senegal ist die Unterrichtssprache Französisch, eine Sprache, die ein Großteil unserer Kinder nicht beherrscht. Unsere Schulkinder gehören vielen verschiedenen Stämmen an, den Wolof und Diola, Serer, Fulbe und Mandingo. Beim Eintritt in die Schule ist Französisch als Unterrichtssprache für viele Kinder zunächst schwierig. Dadurch verlieren sie kostbare Lernzeit. Könnten sie eine Vorschulgruppe besuchen, wäre der Übergang für diese Kinder viel einfacher.‘

Direktor Moussa und sein Kollegium der Dorfschule Keur Djeumb sind überzeugt, dass eine Vorschule die Bildungschancen vieler Kinder aus der ländlichen Region um Thiès verbessern würde. Deshalb plant die kommunale Schule, mithilfe der Bildungsanstifter e.V. eine Vorschulklasse für die Kinder aus dem Einzugsgebiet (7 Dörfer) einzurichten.

Gründe, wieso in Keur Djeumb eine Vorschulklasse entstehen sollte:

  • Entwicklung grundlegender Fähigkeiten: In der Vorschule soll die altersgemäße Entwicklung des Kindes in allen Bereichen gefördert werden. Sie ist auch für das spätere Lernverhalten in der Schule und die Konzentrationsfähigkeit sehr wichtig.
  • Persönlichkeitsentwicklung fördern: Jedes Kind hat unterschiedliche Begabungen und Fähigkeiten – zudem können sich Herkunft, Kultur (Stammeszugehörigkeit), Religion und Stammessprache unterscheiden. Diese Unterschiede setzen wichtige Impulse für das Lernen. In der Vorschule kann sich das Kind an die neue Gruppe gewöhnen, sich integrieren und Verantwortung übernehmen – und gewinnt dadurch an Selbstvertrauen. Diese Ergänzung zum bisher bekannten Familienleben ist wichtig für die emotionale und intellektuelle Entwicklung eines Kindes.
  • Transitionen erleichtern: Die Unterrichtssprache im Senegal ist Französisch, eine Sprache, die vom Großteil der Kinder nicht beherrscht wird, was naturgemäß große Verzögerungen und Verluste im Lernprozess bedeutet. Da viele Kinder in den Familien ihre Stammessprache lernen, dient die Vorschule mit gezielten Sprachanreizen in Französisch auch zur Vorbereitung auf einen guten Übergang in die erste Klasse.
  • Besonderheiten und Bedürfnisse erkennen: In der Vorschule fallen Besonderheiten oder auch Defizite in der altersgemäßen Entwicklung oft zum ersten Mal auf. So kann– wenn nötig – frühzeitig gefördert werden, damit das Kind für einen guten Schulstart gerüstet ist.

Raum für private Initiativen

Der Aufbau einer Kindergartengruppe für eine kleine Schule im Senegal, ein solches Projekt hat einen Umfang und finanziellen Aufwand, der auch im Rahmen eines kleinen Vereins zu stemmen ist.

Dr. Hendrik Bachmann und Dr. Ulrike Roppelt von den Bildungsanstiftern e.V. haben bei ihrem Besuch im Oktober 2018 den Verantwortlichen der Dorfschule versprochen, ihr Anliegen nach Deutschland zu tragen.

Die beiden haben sich bereits an Schul-Projekten in Afghanistan, von tunesischen Wüstenbeduinen und beim Projekt ‚Mörtel und Steine‘ im Senegal beteiligt.

7000 €uro für eine kleine Bildungsoase

In diesem Raum soll die neue Vorschulgruppe entstehen

Das Projekt umfasst die Renovierung und kindgerechte Einrichtung eines geeigneten Raumes auf dem Schulgelände sowie die konzeptionelle Begleitung des pädagogischen Personals. Die Kalkulation beläuft sich auf etwa 7 000 Euro und wurde bereits eingehend geprüft. Die finanzielle Abwicklung (Geldtransfer) der Kosten wird freundlicherweise die Direktion der Finanzabteilung unserer Partner-Diözese (Thiès) übernehmen. Die Einweihung der Vorschulgruppe ist im Frühjahr 2020 geplant. Bis dahin gilt es, den erforderlichen Geldbetrag zusammen zu tragen.

Natürlich kann die Unterstützung vor Ort nur geleistet werden, wenn es zuhause in Deutschland auch Menschen gibt, welchen die guten Bildungschancen der senegalesischen Kinder am Herzen liegen. Die Spendengelder der Bildungsanstifter e.V. werden in das Kindergarten-Projekt fließen und damit eine Brücke schlagen zwischen Bamberg und der Dorfschule Keur Dieumb.

Es würde uns freuen, wenn sich viele Gleichgesinnte anschließen, die sich für eine bessere Zukunft der Kinder engagieren. Mit unserer Investition tragen wir alle ganz wesentlich dazu bei, der Bildung und Zukunft der Menschen im Senegal eine reelle Chance zu geben – und sei es zunächst auch nur als ‚Tropfen auf den heißen Stein‘. Er wird seine Wirkung entfalten.